Magic Garden Supper Club – der vegetarische
Düsseldorf Magic Garden SecretSupper Club SuppeDer Rebelote Supper Club war mein erster Supper Club, aber ich muss gestehen – sorry, liebe Rebelotes – der Magic Garden Supper Club ist mein Lieblings-Supper Club und ich bin unglaublich begeistert. Dabei war das am Anfang gar nicht absehbar.
Nach meinem ersten Besuch bei Rebelote fand ich von dem Konzept so ansprechend, dass ich nach weiteren Untergrund-Restaurants in Düsseldorf suchte. Dabei stieß ich auf den Internetauftritt von … ach, auch hier gilt: keine Namen. Etwa zwei Wochen später sollte eine Veranstaltung stattfinden, für die ich direkt Plätze anfragte. Aber leider waren keine mehr frei. Kurz darauf stieß ich bei genauerem Stöbern auf der Seite auf den Hinweis, dass die servierten Menüs “aus vorwiegend vegetarischen Gerichten” bestehen. Als passionierter Fleischfresser war ich nun fast ein wenig froh, dass ich keine Plätze hatte reservieren können.

Ich hatte das Ganze fast schon wieder vergessen, als ich eine Mail erhielt, dass Gäste abgesagt hatten und ich abends vorbei kommen könnte, wenn ich spontan sei. Da die “vorwiegend vegetarischen Gerichte” mich nicht endgültig hatten abschrecken können, machte ich mich abends auf den Weg zum angegebenen Treffpunkt. Diesen möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn die Location des Magic Garden hat sich bisher nicht geändert. So viel kann ich aber sicher erzählen: Es handelt sich um eine überraschende, irgendwie märchenhafte und gemütliche Örtlichkeit, die eng mit einem der Gastgeber verbunden sind. An einer kleinen Tafel geniest man dort meist mit zehn bis vierzehn Gästen die Köstlichkeiten, die aus der perfekt eingerichteten Küche kommen. Und auch hier habe ich immer nur nette und interessante Menschen getroffen.

Das Essen war in der Tat bisher fast ausnahmslos vegetarisch; beim ersten Mal war Fisch Bestandteil eines Ganges, danach nicht mehr, zumindest nicht an den Abenden, an denen ich dabei war. Da mein Vater sehr gut kocht, bin ich ziemlich verwöhnt, und daher kann es auch angesichts der fleischlosen Gerichte wirklich als sehr großes Kompliment gewertet werde, dass ich inzwischen den nächsten Termin kaum abwarten kann und immer ein wenig zittere, ob ich zwei Plätze ergattern kann. Die Zutaten sind soweit möglich regional und saisonal beeinflusst. Fleisch gibt es wie erwähnt nie, aber erstaunlicherweise hat es mir auch nie gefehlt. Das ist nach meiner Meinung ein sicheres Zeichen für großartig ausgewählte Rezepte und perfekte Umsetzung, anders kann ich mir nicht erklären, dass sich meine Fleischgier dort vollkommen in Nichts auflöst.

Neben dem Dessert, das bei jedem Essen in jedem Restaurant für mich ein Highlight ist, kann ich den fast schon traditionellen vorletzten Gang mit den Käsespezialitäten der Fromagerie kaum abwarten. Auch die Entscheidung für die Produkte dieses nicht gerade günstigen, dafür aber qualitativ hochwertigen Käseladens zeigt die Einstellung des Magic Gardens zu Lebensmitteln. Nun aber genug gelobt. Mein Rat: hingehen und selbst probieren. Aber lasst mir noch einen Platz frei. Oder zwei.